Samstag, 5. September 2009

Aufgabe 4: „Jemanden finden, der Fahrräder reparieren kann“ erledigt!

Zum Ende der Woche, ist die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zur Arbeit von außen nasser zu werden als von innen drastisch gestiegen. Das liegt zum einem daran, dass hier langsam der Herbst oder typisches Kopenhagener Wetter einzieht. Mein Arbeitskollege meinte am Donnerstag, er fühlt sich jetzt dank Regen und Wind nach seiner Urlaubsrückkehr endlich wieder zu hause. Und Donnerstag früh habe ich kurz darüber nachgedacht, ob ich eine Zeitumstellung verpasst habe, dann aber doch schnell beschlossen, dass es an die anhaltende Dunkelheit an den Wolken liegen muss.

Gleichzeitig werde ich jetzt aber weniger nass von innen und das liegt daran, dass ich endlich auf das große Fahrrad umgestiegen bin. Das hartnäckige Problem mit dem zu hohen Sattel hat ein Happy End gefunden, als ich rausbekommen habe, dass einer der Leute auf meinem Flur mal in einem Fahrradladen gearbeitet hat. Wohnheime sind echt praktisch!

Bei der starken Verrostung meiner Sattelstange, hätte ich im Laden wohl um die 60€ zahlen müssen, um das Problem lösen zu lassen. Allein mit Rostlöser war da nichts mehr zu machen. Aber mit dem richtigen Equipment (d.h. viel heißer Luft) hat es der Fahrradprofi von meinem Gang geschafft. Als Gegenleistung habe ich mich um den platten Reifen seines Rades gekümmert. Mit platten Reifen kenn ich mich ja langsam schon aus.

Vor lauter Freude über mein repariertes Rad bin ich dann gestern auch gleich mal 40 km damit gefahren, und habe dabei fast ein Eichhörnchen überrollt, welches mitten auf dem Fahrradweg nach Winternahrung gesucht hat und sich erst gar nicht von dem sich langsam nährendem Rad aus der Ruhe bringen lassen wollte. Im letzten Moment hat es sich dann doch entschlossen davon zu laufen, wobei es logischerweise die Richtung gewählt hat, die meinen Weg kreuzte.

Jetzt warte ich darauf, dass doch noch mal ein bisschen Sommer zurück kommt, damit ich Kopenhagen stilecht noch mit Rad erkunden kann.

Letzten Dienstag habe ich mich schon auf diese sportliche Herausforderung vorbereitet und bin in einer der 9 DTU Aqua Staffeln bei der „DHL Stafette“, meinem bisher größten Lauf (soll heißen, der Lauf mit der größten Teilnehmeranzahl), mitgelaufen. An 5 Tage liefen je 5000 Staffeln zu 5 Leuten insgesamt 625 000 km. Das heißt – und jetzt seht ihr mal wozu ich Mathe studiert habe - 125 000 Leute laufen je 5km. Das ist nicht ganz so viel, wie die Räuber beim Schillerlauf gelaufen sind (Herzlichen Glückwunsch zu eurer tollen Zeit und Platzierung, ich bin stolz auf euch!), aber dafür ist es deutlich weniger einsam auf der Strecke.

Nächsten Dienstag will ich dann auch endlich mal die Lyngby-er Orientierungsläufer treffen. Bis dahin sollte ich wohl noch raus finden, wo die sich kommende Woche treffen. Mit meinem tollen Rad komm ich ja jetzt überall hin :-)
Zu dumm, dass ich zur Konferenz in Berlin schon den Bus gebucht habe, sonst hätte ich ja glatt mal den Berlin-Kopenhagen Radweg testen können ;-).

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