
Nach langer Zeit, werde ich diesen wunderschönen Winterabend mal nutzen, um den Blog wieder zu aktualisieren. Ich habe da auch schon mal was vorbereitet. Das ist zwar schon 3 Tage her, aber dazwischen war ich etwas überfordert mit früh aufstehen, arbeiten, Sachen auspacken, neuen Papierkram erledigen usw.

Aber heute habe ich mich davon etwas ausgeruht, einen Winterspaziergang gemacht und war Schlittschuhlaufen. Ein paar Bilder vom eingeschneiten See habe ich auch gemacht.

Und für alle, die lieber Bilder angucken, als lesen, streue ich noch etwas ältere Fotos ein, von den 2x2 Besuchern im Dezember (Manu und Olli zu meinem Geburtstag da, Annette und Hannes zur Klimakonferenz) und der DTU-Aqua-Weihnachtsfeier, bei der wir lustige Cocktails gemixt haben und eine tolle Modenschau hatten.

Mit Olli und Manu und gab es, Kopenhagen typisch, eine Radtour zum Lyngbyer Weihnachtsmarkt bei dem wir Glühwein und Appleskriver (Quarkbällchen ähnliche Dinger) getankt haben, weiter durch die Lyngbyer Altstadt und den Wildpark mit

dem vielen Wild zu meiner Arbeit. Ein Kopenhagen-Sightseeing-Tag stand natürlich auch auf dem Programm, mit Besuch des extrem in Lichter gehülten Tivolis, wo Olli und ich Riesenkettenkarusell gefahren sind. Dann gab es noch einen Geburtstagskuchen und das übliche, ganz schön frühe aber sehr leckere Geburtstagsfrühstück mit "Gammel Dansk" (Kräuterschnaps).

Mit Annette und Hannes gab es viele Klimakonferenzeindrücke, aber auch gemütliches Biathlon gucken mit Annette, Etwas Sightseeing mußte natürlich auch sein und ich wir haben bei einem Besuch in Christiania viel über die Freistadt erfahren.
Jetzt kommt aber endlich der versprochene schon vorbereitete Teil von vor 3 Tagen. Los geht's:

So, da sitze ich also mal wieder auf der Fähre nach Dänemark und erfreue mich an der süddeutschen Kleinreisegruppe (Frau + 3 Kinder) die am übernächsten Tisch ein sehr lustigen Dialekt spricht und bin beeindruckt, wie es die Frau geschafft hat die

Kinder mit Essen einigermaßen ruhig zu stellen. Die Lautsprecheransage über meine Einkaufsmöglichkeiten an Board ist auch schon durch und nun ist es doch wieder recht entspannt. Im Bus sind nicht mal ein Viertel aller Plätze belegt und auf der Fähre muß ich mich

diesmal gar nicht um die guten Plätze kloppen. Direkt langweilig. Da muß ich wohl doch den längst fälligen Blogeintrag schreiben und denen, die noch nicht bescheid wissen die neuesten und nicht mehr ganz so neuen Infos berichten.
Jaa, ich bin wieder auf den Weg nach Kopenhagen, denn ich habe mein Praktilkum noch einmal verlängert. D

as hat sich Anfang Dezember ziemlich spontan entschieden und dafür erstaunlich gut geklappt. Ich habe sogar wieder ein Wohnheimzimmer auf dem gleichen Gang wie vorher bekommen. Das erleichtert den Umzug, ich kann meine Mitbewohner größtenteils behalten und mein Vormieter hat mir auch noch ein paar Möbel überlassen. Für das Bett bin ich ihm besonders dankbar und werde es doppelt besonders sein, wenn ich heute gegen Mitternacht da ankomme.

Mitte März ist dann aber entgültig Schluß mit meinem Superjob in Dänemark. Dann komm ich wieder zurück in mein manchmal schon vermißtes Potsdam und in unsere schöne WG, die bestimmt noch viel schöner wird, wenn unser Mitbewohner im Sommer auszieht und

Manu und ich dann den oder vielleicht auch die perfekte(n) MitbewohnerIn finden.
Auch zur Uni kehre ich wieder zurück, nur der Standort ändert sich. Ich ziehe vom Neuen Palais nach Golm

(was für ein Abstieg) und werde ab April einen Doktor bei dem Insitut für Geophysik machen. Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinen zukünftigen Betreuern und tatsächlich haben wir uns darauf geeinigt, dass ich bei denen Anfangen darf. Ich wurde auch gleich mit Lesematerial ausgerüstet, für die langen düsteren Winternächte fern der Heimat (einer der Betreuer ist Däne, der kennt die).

Um frisch und ausgeruht ins neue Jahr zu starten, habe ich es über die Weihnachtsferien eher ruhig angehen lassen. Ich habe meinem Bett viel Gesellschaft geleistet, Märchenfilme mit meinen Eltern geguckt, wir haben zu Weihnachten und auch sonst viel und gut

gegessen, waren 2mal in der Sauna (davon einmal mit Schnee zum abkühlen – kalt, kalt, kalt) und hin und wieder habe ich auch ein paar Freunde getroffen, was meistens auch mit Essen und/oder Kaffeetrinken erbunden war. Alles im all

en 2 ziemlich entspannte Wochen. Nur die Strategie mit dem frisch und munter hat nicht ganz so geklappt. Ich habe eher das Gefühl in einen Winterschlaf gefallen zu sein, aber das wird vielleicht anders, wenn ich wieder arbeite. Morgen muß ich erstmal

gucken, wo denn nun mein Schreibtisch steht. Kurz vor Weihnachten gab es sehr chaotische Umräumaktionen ohne Vorankündigung. Den letzten Arbeitsmittwoch kam ich in mein

mit vielen Tischen, Stühlen und Schränken vollgestelltes und völlig unnutzbares Büro und habe wie meine Leidensgenossen auch den wichtigsten Kram irgendwie daraus hervorgezogen und einen freien Schreibtisch gesucht. Es gab Gerüchte, dass ich in ein anderes Haus umgesiedelt wurde. welches leider etwas weiter entfernt vom Kaffeeautomaten ist, dafür aber mehr Toiletten hat, als Leute drin arbeiten können. Hmm, das macht ja gar keinen Sinn.