Samstag, 24. Oktober 2009

Besuch

Ich denke, jetzt die Zeit gekommen, da Schreibfaulheit Besitz von mir ergreift und meine Einträge immer seltener werden. Aber es gibt wichtige Neuigkeiten, die ich euch nicht länger vorenthalten kann und da mich am Wochenende wahrscheinlich die Wohnheimparty beschäftigt halten wird, sollte ich den Eintrag wohl besser heute schreiben.

Es ist jetzt endlich doch noch passiert. Mein Betreuer hat grünes Licht gekriegt mein Praktikum zu verlängern. In den Tiefen der unüberschaubaren Administrationsabteilung ist jetzt also mein neuer Vertrag unterwegs auf dem als neues Enddatum der 15.12. stehen wird.

Die zweite tolle Sache der letzten Tage (oder chronologisch geordnet eher die erste) war der Besuch von Heide und Matthias. Leider mussten die beiden ohne Tinka anreisen, da die Dänen komische Einreisebestimmungen zu ihrem Impfausweis haben. Dabei hatte ich mir schon über ein hundefreundliches Touristenprogramm Gedanken gemacht. Wir haben aber trotzdem den Wildpark besucht und nach einigem Suchen auch eine tolle Stelle zum Reh-Fotoshooting gefunden.

Natürlich haben wir auch das typische Kopenhagen-Touristenprogramm mit Bootsrundfahrt und Aufstieg auf den runden Turm gemacht und ich habe die Gelegenheit des anwesenden Autos ausgenutzt, um mich von den beiden nach Roskilde fahren zu lassen, wo das bereits geschlossene Wikingerschiffsmuseum und die wirklich beeindruckende Kirche auf unserem Touristenprogramm standen.

Ein fast genauso wichtiger Punkt des Touristenprogramms war der Besuch beim Bäcker, bei dem wir uns mit prima dänischem Gebäck und Kuchen eingedeckt haben.


Es waren wirklich ein paar tolle und sehr sehr lustige Tage mit den beiden. Es gibt wohl kaum eine Person mit der Kickern so lustig ist, wie mit Heide. Deswegen haben wir den Kicker in unserer Küche auch ausgiebig genutzt. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass ich sich meine Kickerfähigkeiten verbessert haben.

Zum Ende gab es noch etwas deutsche Kultur. In der Kellerbar des Wohnheimes war mal wieder Oktoberfest angesagt. Was sich von den normalen Abenden im wesentlichen nur dadurch unterschieden hat, dass Paulaner ausgeschenkt wurde, welches man in richtigen Gläsern erstehen konnten. Der Oktober wurde von den Dänen fleißig dazu genutzt eine Menge Oktoberfeste zu feiern, um ausreichend Entschuldigungen zum Biertrinken zu haben.


Samstag, 3. Oktober 2009

Süßes Nichtstun


So, da ich den verregneten Samstag als Entschuldigung zum einfach mal Nichtstun genutzt habe, fühl ich mich jetzt doch genötigt, wenigstens meiner selbstauferlegten Schreibverpflichtung nach zu kommen. Aus meiner selbstauferlegten Dänisch-Lern-Verpflichtung ist heute nichts geworden. Ich bin am Ende meines Lehrbuches angekommen und da Björn heute bis 3 Uhr geschlafen hat, konnte ich nicht seine Bibliothekskarte ausleihen, um mir das nächste zu holen.

Stattdessen habe ich Kekse gebacken, die wir (alle, die gerade in der Küche abgehangen haben) gemeinsam bei einem Nachmittagsfilm verspeist haben.


Für morgen war eigentlich ein kleiner Kanutrip mit ein paar anderen Praktikanten geplant, aber in Anbetracht der Wettervorhersage werden wir den wohl verschieben müssen. Vielleicht bekommen wir ja genügend regenfrei, dass ich wenigstens noch eine Runde um den See laufen kann. Nachdem ich letzte Woche eine Pause bei der Wohnheim-Laufkonkurrenz einlegen musste und die Jungs ihren Vorsprung deutlich ausgebaut haben, hat mich jetzt der Ergeiz gepackt. Besonders da wir jetzt auch wunderschöne Laufshirts bekommen haben.


Aber die Laufpause hat sich gelohnt. Ich habe die Tage in der Heimat genossen und mich sehr gefreut, viele von euch (und einige trotzt Zeitmangel gleich mehrmals) wieder sehen zu können. Und vielen Dank auch für das Feuerwerk und die LaGa-Lichternacht, die ihr zu meinem Abschied organisiert habt ;-). War top.

Aber ich war ja nicht nur zum Vergnügen in Deutschland und habe zwischendurch sehr ernsthaft „gearbeitet“ und war auf der Konferenz unterwegs. Es war schon interessant zu sehen wie es da so abläuft, aber auch zu hören, mit welche Themen sich meine momentanen Kollegen alle so beschäftigen. Von DTU Aqua waren 15-20 Leute da und die meisten von denen hatten einen Vortrag oder ein Poster zu präsentieren. Ich glaube, wir waren nur 2 Leute ohne solche Verpflichtungen.


Mindestens genauso interessant wie die Vorträge war die Montag Abend Begrüßungsveranstaltung. Die fand im roten Radhaus in Berlin statt und ich bin mir selten so wichtig vorgekommen, wie in dem Moment, als ich auf dem roten Teppich die Treppe hochgegangen bin und oben die Kellner mit den Sektgläsern und Häppchen gewartet haben, die uns den ganzen Abend mit Sekt, Wein, Bier, .... und leckeren Leckereien bei Laune gehalten haben. Aber auch das war keine reine Vergnügungsveranstaltung, sondern wurde von den fleißigen Wissenschaftlern benutzt, um sich gegenseitig von ihren Projekten zu erzählen und Beziehungen zu knüpfen und aufzufrischen. Das hat mich ja schon ein bisschen beeindruckt.



In Sachen Praktikumsverlängerung hat sich noch nichts Neues ergeben. Im Moment werden hier drastische Sparmaßnahmen umgesetzt und einige Leute werden wohl nächste Woche gekündigt. Daher kommt es gerade nicht so gut an, wenn mein Betreuer nach einer Verlängerung für mich fragt. Aber da es sich bei meinem Gehalt ja eher um Peanuts handelt *husthust*, findet sich vielleicht trotzdem noch ein Projekt. Es bleibt also noch spannend.

Aber ich fände es gut, wenn sich bald was entscheidet.



Oh, prima. Arvids Kuchen ist fertig. Das Schlemmen und Filmgucken geht weiter.