Samstag, 29. August 2009

Pölse mit Bröd und Sauerkraut



Schon wieder eine Woche vergangen und ich hab noch gar nicht vom letzten Wochenende berichtet. Dabei hatten wir doch anlässlich des Wohnheimfestes am letzten Samstag unseren „deutschen“ Biergarten, welcher traditionell von unserem Flur organisiert wird. Dieses Jahr war das auch recht passend, da wir momentan ( bis morgen ) noch 3 deutsche auf unserem Flur sind. Juliane und ich haben die sehr wichtige Aufgabe übernommen, das „Sauerkraut“ zuzubereiten. In den letzten Jahren haben die Dänen wohl versucht, Sauerkraut (das es hier einfach nicht zu kaufen gibt) an einem Tag zuzubereiten, sprich Kohl kochen und ordentlich Essig, Salz und Pfeffer ran – oder so ähnlich. Hat angeblich genauso hervorragend geschmeckt, wie es sich anhört.



Damit das Bild der deutschen Küche nicht völlig zerstört wird, haben wir uns daher, auf den Ratschlag meiner Eltern hin, entschlossen Bayrisch Kraut statt Sauerkraut zu machen. Dass das eigentlich gar kein Sauerkraut ist, merken die Dänen eh nicht und eigentlich ging es ja bei der ganzen Biergartengeschichte eh nur darum, einen Grund zu haben, schon zum Mittag mit dem Biertrinken anfangen zu können. Schließlich machen die Deutschen das alle so. Und natürlich laufen wir auch täglich in Lederhosen bzw. Dirndel umher. Umso erstaunlicher, dass die deutsche Bewohnerschaft des Flurs nicht mit diesen Kleidungsstücken aufwarten konnte und auf Leihgarben der Dänen zurück greifen musste. Da kann man mal sehen, wie gut wir uns auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet haben :-) Egal. Wie die Beweisfotos zeigen, waren wir letztendlich alle hervorragend und echt deutsch gekleidet.



Sonntag hab ich dann endlich mit ein paar IAESTE-Leuten die Kanus von unserem Wohnheim ausprobiert und nach ein paar anfänglichen Steuerschwierigkeiten haben wir es, im Slalom um die ganzen anderen Kanus und Ruderboote der Sonntagfamilienausflügemacher, zum Foresø geschafft. Vielleicht sind auch eher die anderen Boote im Slalom um uns herum und wir waren ziemlich gut darin, ihnen das so schwer wie möglich zu machen. Angekommen sind wir trotzdem und haben sogar noch einen Strand zum Picknicken und Baden gehen gefunden.



Dieses Wochenende helfe ich Juliane noch ein bisschen beim Ausziehen und nachher beim Kochen für ihr Abschiedsessen. Ansonsten nutze ich es mal wieder, um mich von meinem anstrengendem Arbeitsleben hier zu erholen. Ständig Ärger mit dem abstürzendem Server. Aber so komme ich wenigstens zu kleinen Spaziergängen durch den Park hoch zum Schloß, wo die Computerfreaks des Institutes sitzen und kann denen auf die Nerven gehen, dass die das wieder reparieren sollen. Letztens habe ich auch mal ein Bild vom Schloß gemacht, damit ihr mal seht, wie schick ich es auf Arbeit habe und warum ich so gerne zwischen den Häusern umher spaziere. In dem etwas kleinerem, aber viel gemütlicherem Haus, sitze ich normalerweise, wenn ich grad nicht die Computerspeziallisten besuche.



Falls morgen schönes Wetter ist und ich motiviert bin gehe ich vielleicht noch auf Fototour und fahre noch mal nach Hellerup zu dem schönem Schloß, bei dem ich schon mit meinen Eltern war und höre mir eins der Sonntagskonzerte an. Oder ich fahre zu einem schönen Park, der mir empfohlen wurde.

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